Die fünf Sinne bei Katzen sind in regelrechter Premiumqualität ausgebildet. Im Vergleich zum Menschen eher zweckentfremdet, ist der Sehsinn bei Katzen vor allem auf die Wahrnehmung von Bewegungen hin spezialisiert, die Leistung im Schärfe- und Detailsehen hingegen ist eher nur mittelmäßig ausgeprägt.
Durchblick, auch in der Nacht
Dadurch dass die Augen bei Katzen frontal ausgerichtet sind, können sie Entfernungen exakt einschätzen und hervorragend räumlich sehen. Bei Dämmerung weiten sich die Pupillen von Katzen kreisrund aus, so dass möglichst viel Licht ins Auge fällt und sie auch bei Dunkelheit noch gut sehen können.
Lange Ohren nach den Mäusen
Bei der effizienten Jagd nach Beute hilft Katzen nicht nur der Sehsinn, um Entfernungen gut einzuschätzen, sondern ebenso das feine Gehör, das ihnen durch Richtungshören beim Auffinden der Beute behilflich ist. Das Gehör bei Katzen ist besonders gut ausgebildet und zählt zu den besten unter den Säugetieren. Am feinfühligsten reagieren sie auf die obere Frequenzgrenze (100kHz), die Mäuse am Häufigsten von sich geben. Eine wachsame Katze kann eine Maus deswegen bereits aus 20 Meter Entfernung orten, eine schlafende aus 10 Metern Entfernung. Die Katzen stellen dabei ihre Ohrtüten, die sie unabhängig voneinander bewegen können, in die Richtung aus, aus der die Geräusche kommen.
Bewegungskünstler
Katzen jagen, laufen und bewegen sich gerne schnell, was auf uns Menschen oftmals vielleicht auch ein wenig orientierungslos wirken mag. Doch das sind Katzen ganz und gar nicht. Sie haben einen sehr gut ausgeprägten Gleichgewichtssinn und sind auch beim Klettern auf Bäumen und Dächern äußerst schwindelfrei. Bei einem Sturz aus zwei bis drei Metern Höhe drehen sie sich im Reflex in die Bauchlage, verwenden den Schwanz als Steuerungsruder, so dass sie danach sanft mit nach unten ausgestreckten Pfoten auf dem Boden landen können.
Immer der Nase nach
Der Geruchssinn bei unseren Lieblingshaustieren ist relativ gering entwickelt, allerdings immer noch um Welten besser als bei uns Menschen. Der Geruchssinn bei Katzen dient der Überprüfung und Identifikation von Nahrung und der Wahrnehmung der Artgenossen. Mit ihren Geschmacksnerven können Katzen saure, salzige und bittere Nahrung unterscheiden, „süß“ allerdings nicht wahrnehmen. Gegenseitig erkennen sich Katzen an ihrem Körpergeruch, der ihnen Informationen über das Geschlecht, die Gene, den hormonellen Status sowie das Revier des Gegenübers verrät.
Wer nicht hören will, muss fühlen
Der Tastsinn der Katzen ist dem hingegen wieder sehr hoch entwickelt. Auf dem kompletten Katzenkörper sind hoch entwickelte Rezeptoren verteilt, mit Hilfe derer sie die Umgebung untersuchen und sich orientieren. Die Tast- und Schnurrhaare an der Ober- und Unterlippe von Katzen helfen, Gegenstände und Tiere, die sie in der Dunkelheit nicht sehen, zu identifizieren.
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